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Rezension “Der Augensammler”

Der Augensammler

Titel: Der Augensammler

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Knaur

Seitenanzahl: 439

ISBN:978-3-426-50375-1

Inhalt: Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …      

Meinung: Dieses Buch reißt mich ein bisschen in zwei Teile. Zum einen ist es ein wirklich toller Psychothriller. Ein Buch, das Herzklopfen und einen Kloß im Hals verursacht und das auf jeden Fall in die dunkelsten Ecken der menschlichen Psyche vordringt. Andererseits hat sich mir immer öfter die Frage aufgedrängt, ob der Autor nicht zu weit geht. Wie sehr kann man seinen Protagonisten (und seinen Leser) in die Dunkelheit stürzen? Wie viel Leid kann man einer erfundenen Figur zufügen?

Die Figuren haben mich auf jeden Fall überzeugt. Alle haben Ecken und Kanten und wirken sehr echt und nicht überspitzt. Die Auflösung des Täters hat mich dann aber, ehrlich gesagt, nicht sonderlich überrascht. Richtig fertiggemacht hat mich allerdings das Ende und der unglaubliche Cliffhanger. Der hatte es wirklich in sich.

Alles in allem hat mir wohl einfach ein bisschen Licht in diesem Roman gefehlt. Immer wenn ich dachte, jetzt geht es aber nicht mehr weiter nach unten, fand sich noch eine Spalte, in die man fallen konnte. Nicht unbedingt immer das beste Gefühl. Trotzdem halte ich es für ein nervenaufreibendes, Fußnägel aufrollendes, herrlich schreckliches Buch. Es ist auf jeden Fall gut recherchiert, wobei auch die kleinsten Kleinigkeiten bedacht wurden. Die Seiten und Interviews, die in der Danksagung erwähnt werden, haben mich auf jeden Fall fasziniert, wie überhaupt der ganze Roman.

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