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Rezension “Verstand und Gefühl”

Verstand und Gefühl

Titel: Verstand und Gefühl

Originaltitel: Sense and Sensebility

Autor: Jane Austen

Verlag: Insel Verlag

Seitenanzahl: 468

ISBN: 978-3-458-35710-0

Inhalt: “Verstand und Gefühl” erzählt die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Erstere verkörpert Verstand, Selbstbeherrschung und Reserviertheit, letztere Gefühl, Leidenschaftlichkeit und Impulsivität. Beide treffen auf ihre große Liebe – und beide müssen schmerzhaft erfahren, daß das Glück nicht nur eine Frage des Gefühls oder des Verstands ist…

Meinung: “Verstand und Gefühl” ist nicht nur das erste von Jane Austen geschriebene Buch, sondern auch das erste Buch, das ich von ihr lese. Und obwohl mir viele Leute nahegelegt haben “Stolz und Vorurteil” zuerst zu lesen, bereue ich meine Entscheidung nicht, denn “Verstand und Gefühl” war für mich der beste Einstieg in Austens England.

Ganz offensichtlich sind Jane Austens Bücher nicht dafür gedacht, dass man sie zwischendurch oder nebenbei liest. Vielmehr braucht man einiges an Konzentration, um das ganze Ausmaß der Geschichte, die Gefühle und Handlungen der Figuren oder auch ihre Gespräche zu verstehen. Es hat mir viel Freude bereitet, dass mich ein Buch und seine Figuren mich so für sich einnehmen konnten. Bisweilen streckt Miss Austen die Handlungsbögen oder auch Konversationen zwischen Figuren sehr – hierbei musste ich manchmal eine Stelle zweimal lesen, um den Faden nicht zu verlieren.

An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sehr genau wusste, welche Figuren sie besonders mochte, denn die anderen Figuren kamen weder in der Darstellung ihres Verhaltens noch in ihrem Charakter im Allgemeinen besonders gut weg. Überhaupt haben mir viele Figuren sehr gefallen, ob nun unausstehlich oder nicht. Es kam mehr als einmal vor, dass ich über das Verhalten des einen aktiv den Kopf geschüttelt habe oder mir zum Glück des anderen ein Seufzen entkommen ist.

Alles in allem ist “Verstand und Gefühl” ein wunderbarer Klassiker und ich bereue nicht, dass ich so viel Zeit mit ihm verbracht habe. Nebenbei habe ich mir ja auch die, in meinen Augen, schönste Taschenbuchversion ausgesucht, die von Seitenstärke und Schriftgröße angenehm zu lesen war und die sich auch vom Cover her sehr schön im meinem Regal macht.

2 thoughts on “Rezension “Verstand und Gefühl”

  1. Ich hab damals in diese Lektüre auch ziemlich viel Hirn reingesteckt, soweit ich mich erinnere. Alles in allem ist Jane Austen nicht ganz so mein Fall wie Charlotte Bronte. Aber der Film zu Sinn und Sinnlichkeit (der von Emma Thompson) ist absolut wunderbar 🙂

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    1. Oh, ja! Emma Thompson hat den Oscar für diesen Film wahrlich verdient! “Verstand und Gefühl” war mein erster Jane Austen-Roman und ich glaube, das ist der Grund, warum ich es ein bisschen mehr liebe als “Stolz und Vorurteil”.

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