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Rezension “Mein Herz zwischen den Zeilen”

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 Titel: Mein Herz zwischen den Zeilen

Originaltitel: Between the lines

Autor: Jodie Picoult, Samantha van Leer

Sprache: Deutsch

Verlag: Boje

Seitenanzahl: 288

ISBN: 978-3-414-82365-6

Inhalt: Delilah weiß natürlich, dass das Märchenbuch, das sie in der Schulbücherei gefunden hat, nicht ganz ihrer Altersgruppe entspricht. Aber das Leben der 15-jährigen ist leider nicht gerade eitle Wonne Sonnenschein und mit niemandem kann sie sich besser identifizieren als mit Oliver, dem Helden des Buches.

Oliver, Buchcharakter extraordinaire, wünscht sich nichts sehnlicher, als dem Buch zu entkommen. Denn was man als typischer Leser nicht weiß, ist, dass, jedes Mal, wenn ein Buch aufgeschlagen wird, die Figuren ihre Rollen spielen, so wie das Buch geschrieben wurde. Auch wenn ihr Charakter im “wahren Leben” gar nicht dem entspricht, was die Zeilen versprechen. Deshalb staunt Oliver nicht schlecht, dass die Leserin Delilah eines Tages jedes seiner Worte versteht. Zusammen schmieden sie einen Plan, wie Oliver dem Buch entkommen kann…

Meinung: Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die sich immer wieder abwechseln. Der Teil mit grüner Schrift wird von Oliver erzählt, dem Helden des Märchens. Er hat keine Lust mehr jedes Mal wieder ein und dieselbe Geschichte zu spielen. Der Teil mit rosaroter Schrift wird von Delilah erzählt, einem fünfzehnjährigen Mädchen, die in der realen Welt lebt und es dort nicht unbedingt leicht hat, nachdem ihr Vater sie verlassen und sie im Jahr zuvor dem beliebtesten Mädchen der Schule aus Versehen die Kniescheibe zertrümmert hat. Der Teil mit schwarzer Schrift erzählt das Märchen, in dem Oliver gefangen ist. Dieser Teil gefällt mir ehrlich gesagt am besten, was auf meine persönliche Schwäche für Märchen und gute Abenteuergeschichten zurückzuführen sein könnte.

An und für sich ist das ganze eine nette Idee. Der Gedanke, dass die Figuren eines Buches ein eigenes Leben in ihrer Welt führen, während das Buch zugeschlagen ist, hat etwas für sich. Allerdings hatte ich beim Lesen mehr als einmal das Gefühl, dass die ganze Sache nicht ganz ausgefeilt ist. Manche Dinge erschienen mir nicht ganz logisch und vor allen Dingen blieben mir am Ende einfach zu viele Fragen offen. Außerdem kamen mir einige der Beschreibungen der Buchwelt oder Delilahs Interaktion damit ein wenig seltsam vor. (Oder aber es mangelt mir einfach an Vorstellungskraft…)

Die Figuren waren nett beschrieben, wenn auch nicht immer ganz rund und manchmal nicht ganz so, wie mir vorkam, dass der Charakter reagiert hätte.

All das hat mein Lesevergnügen deutlich geschmälert und ehrlich gesagt konnte mich die allgemein tolle Idee nicht über diese Fehler hinwegtrösten. Das Buch ist wohl keines, das von mir wieder und wieder gelesen wird, wie ich es mit Büchern, die ich gerne mag, ganz gerne mache. Vor allen Dingen die Tatsache, dass nicht alle losen Enden verknüpft worden sind, hat mich enttäuscht. Ich hätte einfach mehr erwartet.

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