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Rezension “Biss zum Morgengrauen”

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Titel: Biss zum Morgengrauen
Originaltitel: Twilight
Autor: Stephanie Meyer
Sprache: Deutsch
Verlag: Carlsen Taschenbuch
Seitenanzahl: 510
ISBN: 978-3-551-35690-1
Version: Taschenbuch

Inhalt: Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Bella ihren Umzug nach Forks, einer langweiligen, ständig verregneten Kleinstadt in Washington State, kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den geheimnisvollen und attraktiven Edward kennenlernt. Er fasziniert sie, obwohl irgendetwas mit ihm nicht zu stimmen scheint. So gut aussehend und stark wie er kann kein gewöhnlicher Mensch sein. Aber was ist er dann?
Meinung: Ich habe dieses Buch lange, lange nach dem ganzen Hype auf dem Flohmarkt gefunden, für sehr wenig Geld erstanden und in mein Regal gesteckt. Und da stand es dann noch mal so lange ungelesen herum. Ich habe „Biss zum Morgengrauen“ erst gelesen, nachdem mich meine Freundinnen zu einem Twilight-Marathon gezwungen haben (fast zehn Stunden durchgehend Bella und Edward; ja, das ist genauso furchtbar wie es sich anhört…) und ich hinterher doch irgendwie neugierig war. Überall hört man, dass die Verfilmung das Buch ziemlich verhunzt hätte, worüber ich mir gerne selbst ein Bild machen wollte.
Eigentlich ist „Biss zum Morgengrauen“ ein gutes Buch. Der Ton des Buches ist längst nicht so düster-grau wie man das vom Film her kennt. Vielleicht auch, weil meine eigene Fantasie Forks nicht ganz so dunkel machen wollte. Da das Buch aus der ich-Perspektive erzählt wird, ist es natürlich ganz anders als der Film. Man hat viel mehr Einsicht in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin, was das Buch sehr viel spannender und angenehmer zu lesen macht.
Die unterschiedlichen Charaktere haben es mir angetan. Sie sind alle grundverschieden und haben eine besondere Hintergrundgeschichte, die ihnen Tiefe verleiht. Zwar erfährt man nicht über jeden gleich im ersten Buch die Geschichte, aber man kann sich sicher sein, dass eine da ist. Besonders Alice wird wohl für immer mein Liebling sein. (Ob im Film oder im Buch.)
Der Schreibstil ist angenehm ruhig und an den richtigen Stellen spannend. Ab und an wurde mir zwar das Gesülze zu viel, aber da es schließlich um eine Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen und einem Vampir geht, muss man das wohl aushalten. Sonst muss man das Buch ja nicht lesen.
Man hört oft die Beschwerden, dass Kristen Stewart eine perfekte Buchfigur verhunzt hat – ich für meinen Teil gehe an das Buch anders heran als an den Film, deshalb stört mich das Ganze nicht. Ich sehe die Buchfiguren so oder so immer anders vor mir als sie beschrieben werden, deshalb finde ich das alles nicht so schlimm.
Was die Darstellung des Vampirs im Buch im Allgemeinen angeht, ist es schon schade, dass von den typischen Schwächen der Vampire so viel weggenommen worden ist. Allerdings hat die Autorin in dieser Hinsicht alles so logisch erklärt und alles ergibt durchaus einen Sinn, dass mir jetzt eigentlich keine Gegenargumente einfallen. Nur das mit dem Glitzern hätte echt nicht sein müssen.
Fazit: Stephanie Meyer hat ein großartiges Epos für Jugendliche geschaffen. Die Figuren sind wundervoll – zumindest die meisten davon – und alles ergibt irgendwie einen Sinn. Der Hype ist wohl gerechtfertigt. Zumindest der ums Buch. Naja, die Filme kann man sich auch mal anschauen, wenn’s einen freut.

3 thoughts on “Rezension “Biss zum Morgengrauen”

  1. Hallöchen 🙂
    ich muss bei dieser Rezension jetzt infach kommentieren. 😀
    Ich habe damals, kurz bevor der ganze Hype losging die Bücher gelesen, die ersten 3 Teile auch für gut befunden, aber der Hype hat es mir dann kaputt gemacht. Mir ging das alles so dermaßen auf den Geist, dass ich die Bücher in die hinterste Ecke meines Regals verbannt habe. – Ich hätte sie auch weggeben können, aber ich habe die tolle Hardcover-Variante und da hängt man eben dann doch dran. – Ich weiß nicht, ob ich die Bücher jetzt noch toll finden würde. Ich glaube nicht, da ich Band 4 schon dermaßen überflüssig und katastrophal fand.
    Aber mir gefällt deine Rezension und du hast genau den richtigen Ton getroffen. Es ist eine Reihe für Jugendliche und wer mit Glitzer-Vampiren und ewig viel Gesülze über Liebe nichts anfangen kann, sollte die Finger davon lassen.
    Wirst du jetzt noch die anderen Bücher lesen oder war es dann doch etwas zu viel des Guten? 😀
    Liebe Grüße
    Jule

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    1. Oh, ich liebe es, wenn jemand meine Rezensionen kommentiert! 😀
      Den zweiten Band der Reihe habe ich auch im Regal, allerdings bis jetzt noch nicht gelesen. Im Moment habe ich einfach so viele andere Bücher, die ich gerne lesen will. Vor allen Dingen im September gibt es so viele tolle Neuerscheinungen. Aber ja, ich werde die anderen sicherlich auch noch lesen. Ich will einfach einen Vergleichswert haben. Vor allen Dingen der vierte Teil würde mich schon interessieren. Ich kenne die beiden Filme und weiß, wie es umgesetzt worden ist – deshalb bin ich schon irgendwie gespannt, wie die Autorin die Sache eigentlich beschrieben hat. Schließlich wird ja eigentlich alles aus Bellas Sicht erzählt. Aber wie soll das gehen, wenn sie doch dann… wie gesagt, neugierig bin ich schon, aber es wird wohl ein bisschen dauern, bis ich die Bücher lese. 🙂
      LG, m

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      1. Lass dich von mir nicht stressen. Aber ich werde gespannt deinen Blog verfolgen und auf die anderen Twilight-Rezensionen warten. 😀

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