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Rezension “Illuminae”

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Titel: Illuminae
Autor: Amie Kaufmann & Jay Kristoff
Verlag: Oneworld Publications
Reihe: The Illuminae_Files #1
Sprache: Englisch
Seitenanzahl: 602
ISBN: 978-1780748375
Format: Taschenbuch

Inhalt: The year is 2575, and two rival mega-corporations are at war over a planet that’s little more than an ice-covered speck at the edge of the universe. Too bad nobody thought to warn the people living on it. With enemy fire raining down on them, Kady and Ezra – who are barely even talking to each other – are forced to fight their way onto one of the evacuating fleet, with an enemy warship in hot pursuit. But their problems are just getting started. A deadly plague has broken out and is mutating, with terrifying results; the fleet’s AI, which should be protecting them, may actually be their enemy; and nobody in charge will say what’s really going on. As Kady hacks into a tangled web of data to find the truth, it’s clear only one person can help her bring it all to light: the ex-boyfriend she swore she’d never speak to again.
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Meinung: Ich fange gleich damit an, dass ich sage, dass dieses Buch vielleicht nicht für jeden etwas ist. Dieses Buch ist nämlich nicht einfach ein Roman, der eine Geschichte erzählt. Nein, dieses Buch ist eine ausgeklügelte Sammlung von Dokumenten, Interviews, Durchsagen, Niederschriften von Überwachungskameras, Chats, Emails, Gesprächen, Tagebucheinträgen, Funkübertragungen und, und, und. Es kann sein, dass ein unerfahrener Leser hier vielleicht verwirrt und frustriert abbricht.

Ich für meinen Teil wusste schon aus anderen Büchern in diesem Stil, was auf mich zukommt und trotzdem war ich schier überwältigt von den Details, den liebevoll gestalteten Grafiken und Karten, dem Terror und der klug aufgebauten Geschichte. Kleine Fäden werden gesponnen, die scheinbar nichts gemeinsam haben bis schließlich alles zusammen spiel und früher oder später Sinn macht.
Aufgrund der unterschiedlichen Stile und der spannenden Geschichte bin ich schnell voran gekommen. Dazu muss ich sagen, dass während der Kreis der Hauptfiguren recht klein ist, immer wieder andere Figuren und Namen auftauchen, ich manchmal zurückblättern musste, um mich daran zu erinnern, um wen es sich genau handelte. Dies ist allerdings dann auch nur selten von Nöten, da viele Figuren nicht lange bleiben. Bei einem Schiff von dieser Größenordnung ist das auch kein Wunder. Die Alexander und die Hypatia sind derart mit Flüchtlingen vollgestopft, dass es unnatürlich gewesen wäre, wenn man sich die ganze Zeit nur auf zwei oder drei Leute konzentriert hätte.

Ich mag Science Fiction. Ich mag die Idee, dass man mit mehreren tausend Tonnen Stahl unterm Hintern durchs All zu fremden Planeten fliegen könnte, dass es auf einem Raumschiff die unterschiedlichsten Menschen gibt, die die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen. Illuminae hat dieser Idee ein militärisches Kleid im Ausnahmezustand geschneidert. Nichts ist normal und alle müssen sich mit dem wenigsten begnügen, tausende Flüchtlinge haben ihr Zuhause und die Menschen, die sie lieben, verloren und alle müssen aus dieser neuen Situation das beste machen. Die ganze Geschichte porträtiert eine Dringlichkeit, die mir eine Gänsehaut verursacht hat und je weiter ich im Buch gekommen bin desto schlimmer und dringlicher wurde die Stimmung.

Ich habe das Gefühl einem spannenden, wundervollen, ausgeklügelten, schrecklichen Buch auf die Spur gekommen zu sein, das mich vollkommen gefangen genommen hat. Ich hatte nie das Gefühl, schon einmal etwas Ähnlichem begegnet zu sein oder dass irgendetwas überdramatisiert und unlogisch beschrieben wurde. Es kombiniert Witz mit nägelkauender Spannung und herzzerreißenden Vorkommnissen und ist gleichzeitig kreativ und schlau. Mehr möchte ich gar nicht sagen, um nicht zu viel von der Handlung zu verraten.

Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und gebe allen, die mit dem Gedanken spielen, das Buch zu lesen, einen wohlgemeinten Rat mit auf den Weg: Don’t. Get. Attached.

8 thoughts on “Rezension “Illuminae”

  1. Ooooooooh Illuminae ❤ ❤
    Mein absoluter Lieblings-Science-Fiction-Buch. Es liefert sich zwar ein Kopf an Kopf Rennen mit Red Rising, aber die besondere Art in der Illuminae geschrieben ist, ist einfach nicht zu schlagen.
    Ich kann dir nur absolut zustimmen, die Idee das Weltall erkunden zu können ist einfach mega. Deshalb liebe ich Bücher die einen sich fühlen lassen, als wäre man hautnah mit dabei. Und Illuminae hat das fünf Mal geschafft.
    Der dritte Teil ist vor zwei Tagen erschienen und eigentlich hätte ich ihn heute bekommen aber ich hab mein Paket verpasst 😦 Jetzt muss ich morgen früh zur Post laufen und es abholen. Dabei hätte ich mich heute schon in die Handlung stürzen könenn.
    Liebe Grüße
    Lee.

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    1. Guten Morgen, Lee!
      Ich hab das Buch auch geliebt. Ich werde mir wohl früher oder später den zweiten Band auch noch besorgen. Ich bin so gespannt und gleichzeitig richtig ängstlich, wie viele Figuren wir hier wohl noch verlieren. 🙂
      Viel Spaß mit Obsidio, ich bin mir sicher, es ist den Weg zur Post wert. 😀
      LG, m

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      1. Woha, du hast es schon fertig? 😀
        Ich bin momentan nicht groß am Bücherkaufen, deshalb wird es wohl noch ein wenig dauern, aber ich bin auf jeden Fall schon gespannt und wenn ich es fertig habe, dann können wir diskutieren. 😀
        LG, m

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      2. Also die Bücher lohnen sich auf jeden Fall 🙂
        Ich werde irgendwann die Tage auch noch eine Rezension hochstellen, auch wenn ich bei Reihen nicht immer versprechen kann das sie Spoilerfrei sind >.<
        Freue mich schon darauf deine Meinung zu hören!

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  2. Hallöchen meine Liebe 💖
    Mich konnte Illuminae ja leider nicht ganz so packen. Ich dachte Science Fiction wäre ein Genre für mich, aber genau das was du magst, mag ich nicht 😅 Warum, das weiß ich leider selbst nicht 😅🙈💖
    Mir war es in diesem Buch einfach von allem zu viel und ich fand es sehr mühsam mit den ganzen Illustrationen und verschiedenen Personen. 🙈
    Ich freue mich aber sehr, dass dich dieses Buch begeistern konnte 😊💖

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    1. Hallo, Neni!
      Ich bin richtig astrophil, deshalb hatte ich wohl so viel Spaß an dem Buch. Schade, dass es dich nicht überzeugen konnte. :/
      Ich gebe dir allerdings auf jeden Fall recht, was die vielen Figuren angeht. Manchmal musste ich zurückblättern, um zu schauen, wer das jetzt genau ist. 😅
      Wenn du Jugendbücher mit Science Fiction magst, könntest du es ja mal mit “Starflight” versuchen. Das ist mehr Jugendbuch und hat weniger Figuren, aber trotzdem ein wenig All. 🙂
      LG, m

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