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#writingfriday #9

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Hallo, ihr Lieben!

Es ist wieder mal Zeit, dass ich bei Lizzys #writingfriday mitmache. Sie hat sich für den Juni wieder so großartige Themen ausgedacht.

Für heute habe ich mich für Folgendes entschieden:

  • Ein freier Tag ohne Smartphone, Internet und Co, schreibe auf wie dieser bei dir aussehen würde.

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Als ich diesen “Ein kompletter Tag ohne technische Geräte”-Deal eingegangen war, hatte ich noch gelacht. Jetzt stand ich vor dem Wasserkocher und überlegte, ob es mir wohl erlaubt wäre ihn einzuschalten. Genau genommen war es ja ein Stück Technik.
Vorsichtig drehte ich mich um. War es erlaubt irgendwas Elektrisches einzuschalten? Was was mit dem Herd? Mit dem Licht? Vor dem Fenster hing eine dichte Wolkendecke über den Berggipfeln. Das würde definitiv noch Regen geben heute. Und damit eine ziemliche Düsternis in meiner kleinen Wohnung. Mann, ich hätte vorher das Kleingedruckte lesen sollen. Ich konnte nicht mal wen anrufen, weil das Smartphone für heute definitiv tabu war. Blöde Sache.

Ich holte mir statt Tee ein Glas Wasser und tappste zurück ins Bett. Es konnte doch nicht so schwer sein, einen ganzen Tag ohne Internet auszukommen. Ich hatte keine Pläne gemacht und würde den ganzen Tag mit Lesen verbringen. Zur Sicherheit würde ich auch den Herd auslassen und heute eben kalt essen. Ich konnte nur hoffen, dass ich dafür überhaupt was im Kühlschrank hatte. Vergiften wollte ich mich ja nicht.

Nach einer Weile war auch das Bedürfnis, mit meinem Handy rumzuspielen und nachzuschauen, wie viel Uhr es war, weg. Ich war ganz entspannt und kam mit meinem Buch gut voran. Es war ein wunderbares Science Fiction-Spektakel, das…war es mir überhaupt erlaubt ein Buch mit Technik zu lesen? Langsam aber sicher wurde ich hier definitiv paranoid. Grollend legte ich mein Buch beiseite und wanderte vor dem Regal hin und her. Ein Buch, das möglichst wenig Technisches enthielt…

Frustriert schnappte ich mir eins, das unschuldig aussah und ging zurück ins Bett. Meine Gedanken wanderten. Was lief denn noch alles mit Elektrizität? Wer war für die ganze Stromgeschichte überhaupt verantwortlich? Wie war das noch mal mit dem “Krieg” um das Stromnetz? Wie würde es wohl sein, technischen Geräten permanent abzuschwören? Ich holte Papier und Stift. Die Bücherei hatte nicht geöffnet, aber morgen würde ich mich über all diese Dinge informieren. Ich hatte einen richtigen Höhenflug. All die Sachen, die ich lernen konnte. Old-School. Es würde zwar länger dauern, aber irgendwie fühlte ich mich richtig beflügelt.

Ich griff zu meinem Buch. Bis zum Abend blieb alles ruhig.

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8 thoughts on “#writingfriday #9

  1. Hey,
    deine Geschichte finde ich sehr lustig! Interessant, wie du den Ohne-Internet-und-Handy-Tag auf einen ohne Elektrizität und Technik ausgeweitet hast. Sogar auf deine Buchlektüre! hihi
    Um konsequent zu sein, müsstest du an so nem Tag auch den Kühlschrank ausschalten. 😛

    Mein letzter Beitrag im Juni handelt von dem SPRECHENDEN BUCH.
    GlG, monerl

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    1. Hallo, Monerl!
      Sorry für die Verspätung und Danke für deinen Kommentar. Ich hab mir auch überlegt, ob ich den Kühlschrank dazu nehmen sollte, aber dann dachte ich mir, dass es nur für einen Tag dann doch nicht so gut wäre. Da werden ja die ganzen Lebensmittel kaputt. 😉
      LG, m

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    1. Hallo, Lizzy!
      Danke für deine lieben Worte. Je mehr ich beim Schreiben darüber nachgedacht habe, desto mehr Sachen sind mir eingefallen. Nur den Kühlschrank wollt ich dann doch nicht ausschalten. 🙂
      LG, m

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  2. Durch deinen Text bin ich neugierig geworden, ob man es auch mal ganz ohne Technisches aushält und ob es überhaupt möglich ist. Ich denke ich muss auch mal recherchieren, bin aber nicht so konsequent und nutze Google. 😉
    Grüße, Katharina.

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    1. Hallo, Katharina!
      Ich denke, es ist schon möglich, ohne technische Geräte auszukommen. Die Amish machen das ja zum Beispiel auch. Oder zumindest sehr rudimentär.
      Unsere Bücherei ist leider nur sehr klein, also werde ich mich bei den Recherchen auch an Google wenden. 😉
      LG, m

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  3. Super Umsetzung zu dem Thema! Wie selbstverständlich man aber auch alles Technische in seinen Alltag integriert hat – mal schnell den Wasserkocher für eine Kanne Tee aufsetzen, mal eben die Wäsche in die Waschmaschine hauen, einen Blick in den Kühlschrank werfen, kurz das Licht einschalten, … ich wüsste zu gern, wie weit die Technik in allein 20 Jahren ist, und welche Rolle die Technik dann in unserem Leben spielt. 😀
    Liebste Grüße,
    Ida

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    1. Hallo, Ida!
      Entschuldige die späte Antwort. Ich denke schon, dass die Technik in zwanzig Jahren weiter fortgeschritten ist. Vielleicht nicht “fliegende Autos”-fortgeschritten, aber vielleicht ist erneuerbare Energie besser in unseren Alltag eingebaut. Das wär doch was. 🙂
      LG, M

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